Zum Bebauungsplan Buchenhain

Gemeinsame Stellungnahme der BGW, CDU und FW zu einem Bericht der GIW im Amtsblatt der Gemeinde Wilhelmsfeld zum Bebauungsplan Am Buchenhain https://wilhelmsfeld-fw.de/wp-content/uploads/2021/07/flugblatt.pdf

Wann tut sich am Buchenhain endlich etwas?

Der Bebauungsplan links der Straße Buchenhain ist schon länger beschlossen, aber die Umlegung der Grundstücke noch nicht erfolgt. Damit ist der gültige und genehmigte Bebauungsplan für die Grundstückseigentümer nicht vollständig umsetzbar. Hinzu kommt, dass inzwischen rechts des Buchenhains die Tennisplätze verlassen sind und langsam zuwachsen. Es wird an dieser Stelle vermutlich keine Sportstätte mehr entstehen. Das ist der derzeit gültige rechtliche Stand im Hinblick darauf, was auf diesem Gelände möglich ist. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat Ende 2020 nochmals eine Überarbeitung des Bebauungsplans links des Buchenhains  und eine komplette Veränderung des Bebauungsplans rechts der Straße beschlossen. Die beiden Plangebiete wurden vereint. Parallel dazu wurde das schon lange überfällige Umlegungsverfahren auf den Weg gebracht. Erste Einzelgespräche mit den Anwohner*innen haben ebenfalls stattgefunden, da eine Umlegung natürlich auch immer mit Kosten verbunden ist. Die Grundstückeigentümer haben durch den neuen Bebauungsplan einen Erschließungsvorteil, weil das Grundstück aufgrund der Möglichkeit zur Bebauung deutlich an Wert gewinnt. Gleichzeitig kommen Kosten auf den einzelnen Grundstückseigentümer zu. Im Fall des Buchenhains kommt noch eine dritte Problematik dazu: Der Buchenhain ist als Straße noch nicht erschlossen und liegt teilweise sogar auf Privatgrund. Die Straße muss daher bei der Neuordnung des Gebiets auf öffentlichen Grund gelegt werden. Die Anwohner*innen haben auch noch keine Erschließungsbeiträge für den Straßenausbau gezahlt, sondern unter Umständen lediglich für Wasser und Abwasser. Die Ersterstellung des Buchenhains als Straße hat übrigens hat mit der aktuellen Bebauungsplanung und Umlegung nichts zu tun, sondern muss ohnehin von den Anwohner*innen bezahlt werden.

Noch gibt es keinen Entwurf für einen Bebauungsplan. Der Gemeinderat hat lediglich die Aufstellung des Plans durch das Planungsbüro Glup aus Sinsheim beauftragt. In diesem Gebiet wird es insofern interessant werden, da mit den Anwohner*innen konkret gesprochen werden muss, wie dicht die Bebauung sein soll. Je mehr Baurechte in dem Plangebiet geschaffen werden, desto (finanziell) wertvoller wird jeder Quadratmeter eines Grundstücks. Dadurch wird natürlich die Umlegung finanziell auch attraktiver. Auf der anderen Seite liegt es im Interesse der Anwohner*innen möglichst eine lockere Bebauung zu schaffen. Dieser Ausgleich muss im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und des parallel dazu stattfindenden Umlegungsverfahrens gefunden werden. Noch gibt es keinen Plan, daher auch noch keine Aussage, wie dicht die Bebauung geplant wird, also es gibt auch noch keine Zahl wieviel neue Bürger*innen dort einmal wohnen werden.

Sobald dieser Entwurf vorliegt werden wir die Anwohner*innen einladen und mit ihnen diesen Entwurf vor der ersten Beschlussfassung im Gemeinderat diskutieren. Dieser erste Entwurf wird dann ohnehin noch einmal in die breite Anwohner-, Bürger-, und Fachbehördenanhörung gehen.

Hinzu kommt, dass durch Waldabstand auch die Möglichkeiten in dem Gebiet begrenzt sind.

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung die Besetzung des Gutachterausschusses für den Umlegungsausschuss neu besetzt. Gleichzeitig wurde das Büro Neureither Mosbach/Mannheim als Sachverständigenbüro für die Durchführung der Umlegung beauftragt.

Gab es in Wilhelmsfeld große Neubaugebiete? Die Gemeinde Wilhelmsfeld hat in den letzten zwanzig Jahren die Bebauung am Tannenweg (hier gab es aber schon teilweise eine Bebauung) und eine Bebauung entlang des Rainwegs und Höhenwegs beschlossen. Das waren alles recht kleine Maßnahmen.