Bebauungsplan Schriesheimer Hof

Verbesserung der Infrastruktur: Auf dem Weg zu einem Bebauungsplan Schriesheimer Hof

Orte sind nur attraktiv, wenn es auch ausreichende Nahversorgungseinrichtungen gibt. Dazu gehören Lebensmittelgeschäfte. Zum Glück haben wir im Ort wieder einen sehr gut funktionierenden Laden. Er hat leider wenig Verkaufsfläche, um ihn zukunftssicher zu machen benötigen wir ein größeres Grundstück. Vielleicht nicht heute, aber ein Standort ist auch nicht innerhalb eines Jahres geschaffen. Der jetzige Standort ist nicht erweiterbar. Das hat schon in den 80iger Jahren der damalige Seniorchef unseres heutigen Wilka Zimmermann erkannt und einen größeren Laden geplant. Damals war die Zeit aber nicht so weit. Diese Ideen wollen wir wieder aufgreifen. Wir wollen, dass wir unsere Lebensmittel im Ort kaufen können. Hierzu stellen wir die Weichen. Es kann nicht sein, dass wir zum Einkaufen nach Schriesheim mit dem Auto fahren müssen. Wir müssen Verkehr vermeiden, wenn wir auch weiterhin in einem Luftkurort mit Lebensqualität leben wollen.  Daher will der Gemeinderat eine Fläche baurechtlich ausweisen, wo bei Bedarf ein größerer Markt möglich ist. Die Fläche eines Marktes ist vor allem auch wichtig, um auch künftig einen Lieferanten (z.B. Rewe oder EDEKA) zu finden, der zu guten Konditionen liefert.

Die Versorgung der Bevölkerung mit ärztlichen Leistungen war immer auch eine Forderung der Bürger*innen. Ziel sollte es zwar sein, dass die Angebote im Ort angesiedelt werden. Es kann aber sein, dass wir in Zukunft zusätzliche Fläche benötigen. Diese müssen auch verkehrsgünstig liegen, z.B. mit Parkfläche und Bushaltestelle. Daher sollten wir uns an dieser Stelle zumindest eine Möglichkeit schaffen, dies umzusetzen. In den Wohngebieten sind solche Einrichtungen leider kaum machbar, da die Parkmöglichkeiten fehlen.

Mobilität verändert sich, Heidelberg wird den Autoverkehr zunehmend aus der Stadt verdrängen, daher brauchen wir eine Lösung, wie wir den Linienbusverkehr verbessern können. Die Busverbindung muss sich noch weiter verbessern. Leider hat unsere Landesregierung hierzu bis heute wenig beigetragen. Das muss sich künftig ändern, wenn wir das Pariser Klimaabkommen erreichen wollen. Um den Bus attraktiv zu machen, müssen wir die letzte Meile attraktiv machen. Daher brauchen wir Flächen für eine für den örtlichen Bedarf abdeckende Mobilitätsstation. In Wilhelmsfeld besonders wichtig, da die Entfernung der Wohnhäuser zur Haltestelle meist über 300m ist und noch dazu eher steil. Mobilitätsstation bedeutet für uns, dass an der Bushaltestelle Abstellmöglichkeiten für Autos und Umweltverbund (Rad, CarSharing, ÖV) geschaffen werden. Mit der Planung wollen wir uns einen Standort sichern, wenn die Rahmenbedingungen diese Station erforderlich macht. Und das heißt auch, dass nicht die Gemeinde das mit Haushaltsmittel  bauen sollte, wir gehen davon aus, dass hier Kreis oder Land in die Pflicht genommen werden müssen – und wir gehen auch davon aus, dass das eine überschaubare Anlage sein wird. Denn auch im Unterdorf/Autohalle müsste eine zweite Station stehen, sonst werden die Anwohner*innen in der Johann-Wilhelm-Straße nicht entlastet. Im übrige ist die Parksituation im Berich des Schriesheimer Hofs schon jetzt problematisch.

Drei wichtige Aufgaben, für die der Gemeinderat die Weichen stellen möchte. Für die Fläche am Ortseingang von Heidelberg und Schriesheim ist ein verkehrsgünstiges Gebiet. Jeder der aus Heidelberg/Schriesheim mit dem Auto nach Wilhelmsfeld kommt, fährt hier vorbei. Es wird kein zusätzlicher Verkehr erzeugt. Wir wollen hier kein Gewerbegebiet im eigentlichen Sinne bauen. Es ist nun im Verfahren zu prüfen, ob das Gelände ein Wohn-, Misch- oder Gewerbegebiet formal wird. Hier stehen wir am Anfang des Verfahrens und es handelt sich um ein Gebiet, dass alle Bürger*innen betrifft, daher möchten wir gerne Impulse aus der Bürgerschaft gerne aufgreifen.

Zusammenfassung: das plant der Gemeinderat an der Stelle

  • Möglichkeit zu schaffen einen modernen Supermarkt zu errichten
  • Mobilitätsstation mit Anschluss an den ÖV mit CarSharing, MIV-Abstellplätze, Fahrradabstellanlagen, insb. auch für e-bikes (Topographie)
  • Ärztehaus mit Praxen für Therapeuten, Pflegedienst etc.

Einige wichtige Eckpunkte

  • Wir wurden in der Vergangenheit von den Bürger*innen immer wieder angesprochen, dass wir uns um die Versorgung mit Lebensmitteln kümmern sollen. Die kurzfristige Schließung des Nah und Gut hat uns alle nachdenklich gemacht. Die Förderung der Nahversorgung war in allen Fraktionen bereits diskutiert und spätestens bei der Kommunalwahl 2019 in allen Wahlprogrammen. Auf vielen öffentlichen Fraktionssitzungen ist es besprochen.
  • Die Förderung der Nahversorgung war in allen Fraktionen bereits diskutiert und spätestens bei der Kommunalwahl 2019 in allen Wahlprogrammen.
  • Es werden keine 6,4 ha überbaut, sondern wir prüfen, auf welcher Fläche das Vorhaben verwirklicht werden kann. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat die Fläche so groß gewählt und einen Planer beauftragt.
  • Es gibt auch Eigentümer*innen, die das Projekt begrüßen und Fläche zur Verfügung stellen würden
  • Der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan läutet ein demokratisches Verfahren ein. Dazu gehört:
  • Es wird ein Plan erstellt
  • Der Plan wird der Öffentlichkeit vorgestellt
  • Teil des Grünordnungsplanes ist ein Artenschutzgutachten nach den 2019 von den Naturschutzverbänden  verabschiedeten Qualitätsgutachten  https://www.bund-bawue.de/fileadmin/bawue/Dokumente/Themen/Klima_und_Energie/Klima_Energie_Artenschutz_Kriterienkatalog_Artenschutzgutachten.pdf
  • Der Plan wird verabschiedet – oder fallen gelassen
    Das aktuelle Verfahren hat der CDU-Kollege Reiner Schorr gut zusammengefasst: http://reiner-schorr-wilhelmsfeld.de/Bebauungsplanverfahren-Schriesheimer-Hof

Gibt es Alternativen und gibt es Nachteile?

  • In der Tat bedeutet das Projekt eine Bodenversiegelung, die es zu minimieren gilt. Das Gebäude verändert auch das Ortsbild im Eingangsbereich und daher muss die Planung das auch berücksichtigen.
  • Das Projekt wird eher weniger neuen Lärm verursachen. Die Anwohner*innen im Bereich der Kreuzung Schriesheimer und Heidelberger Straße haben durch den Schriesheimer Tunnel ohnehin mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu leiden. Daher muss der Lärmschutz ein wichtiges Kriterium sein.
  • Im Verfahren werden wir auch prüfen, welche Flächen künftig für eine Bebauung ungeeignet sind (z.B. wegen Artenschutz). Diese Flächen können dann auch aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen werden.

Unterstützen Sie das Vorhaben

Wir schaffen die Grundlage, dass Projekte möglich sind. Es dauert bekanntlich einige Zeit, bis Bebauungsplan genehmigt ist, auch wegen den Beteiligungen. Vor 2023 wird wohl nicht mit einer Umsetzung zu rechnen sein.

Diskutieren Sie mit uns über das Projekt, wir laden Sie immer wieder auch zu Kommunalpolitischen Treffen ein, Bürgerbeteiligung war und ist uns immer wichtig. Es ist uns wichtig, dass im Rahmen des Bebauunsplanverfahrens auch noch Anregungen kommen und so ein guter Plan entsteht. Auf dieser Seite haben wir unsere Motivation für den Bebauungsplan beschrieben. Informieren Sie sich im Amtsblatt oder auf unserer Homepage.